Über uns

Seit 1972 servieren wir original spanische Spezialitäten in unserem Berliner Restaurant in gemütlicher Atmosphäre:

  • Hervorragende Fisch- und Fleischgerichte
  • Köstliche Tapas und Paellas
  • Täglich frische Fische und Muscheln
  • Vorzügliche Auswahl an Weinen
  • Livemusik und spanische Folklore
  • Überdachte Sommerterrasse

  Mehr erfahren über unsere Geschichte 

Das "El Borriquito", zu Deutsch "Das Eselchen", an der Ecke Wieland-/Kantstraße in Charlottenburg zählt zu den Grundfesten spanischer Gastronomie in Berlin. „Wir haben seit Dezember 1972 täglich zwischen 18 Uhr und fünf Uhr morgens geöffnet. Oft wurde es noch später, ich meine früher“, erinnert sich José Antelo García, den alle Pepe nennen. Von Anfang an war das Borriquito ein Ort für Nachtschwärmer. Um die Ecke befand sich die Diskothek Abraxas. Nach erschöpfender Diskonacht stärkten sich hier Tänzerinnen und Tänzer.

 

Außerdem war das Lokal mit feuriger Flamencomusik eine Anlaufstelle für Kellner und Köche, die Feierabend hatten und noch auf einen Absacker vorbeikamen. „Oder mehr. ¡Que tiempos! - Was für Zeiten!“, sinniert Pepe. Ein Lächeln huscht über das Gesicht des leicht untersetzten Mannes mit graugelockter Frisur. Mit aufmerksamen Augen registriert er die schubweise eintreffenden Gäste. Gegen 19 Uhr ist die große Terrasse voll, der Schankraum zur Hälfte besetzt. Der wurde seit der Eröffnung im Dezember 1974 kaum verändert. An der Stirnseite ein großes Gemälde im Stil von Goyas Caprichos mit einem Eselchen, von Decke und Wänden hängen nicht zu zählende Knoblauchzöpfe. Hölzerne Wagenräder, aus denen getauchte Glühbirnen mattgelbes Licht verströmen, funktionieren als Lampen. Ländliche Arbeitsgeräte wie Dreschflegel und hölzerne Forken sorgen für Rustikalität. „Das bleibt auch so“, erklärt resolut María de Pilar Jímenez, Pepes Ehefrau. Die „jefa“ hat er vor dreißig Jahren im Borriquito kennengelernt. Zwei Jahre später kam Sohn José zur Welt, heute der Besitzer des Lokals. Sein Bruder Javier, 23, arbeitet hier ebenfalls. „Einen so gut laufenden Laden muss man einfach weiterführen“, sagen die Söhne.


Bevor er den Fisch beim Händler ordert, geht Sohn José mit Vater Pepe die Bestellung durch. Wenn, wie beim Interview, ein Koch ausfällt, dann krempelt Pepe die Ärmel hoch und bereitet die exzellente Paella, den zarten Fisch oder die saftigen Knoblauchgarnelen selbst zu. „Viele spanische Produkte gab es früher gar nicht“, erzählt María. „Fisch war komplett tiefgefroren. Statt Serrano-Schinken verkauften wir italienischen. Die Chorizo-Paprikawurst stellte ein belgischer Fleischer nach unserem Rezept her. Das hat sich zum Glück komplett geändert“.


Mitte der Siebziger Jahre war das Borriquito Anlaufstelle für Chilenen, die vor der Militärdiktatur nach Ost- oder West-Berlin flohen. „Sie aßen Knoblauchhühnchen oder Paella, 7,50 D-Mark die Portion“, berichtet Pepe. Heute kostet das Reisgericht 12,50 Euro. Damit liegt man am unteren Ende der Preisspanne in Berlin. „Arbeiten, arbeiten, arbeiten – und lieber einen vollen Laden als hohe Preise“, verrät Pepe sein Rezept vier Jahrzehnte erfolgreicher Gastronomie. Noch heute stellen die Kellner als erstes ein Gratis-Gläschen Sherry und eine hausgemachte Tapa vor die Gäste. 

Reservierung unter: 030 / 312 99 29